Schon vor dem Essen Platz schaffen
Plane Kühlschrankplatz ein, bevor größere Mengen gegrillt werden. Eine volle Ablage lässt wenig Raum für flache Behälter, und heißes Essen sollte nicht dicht zwischen leicht verderbliche kalte Waren gepresst werden. Bereite saubere Dosen vor und trenne rohe Vorräte von fertig gegarten Resten. Ein Teller, der den ganzen Abend auf dem Tisch stand, wird nicht automatisch sicher, sobald er wieder gekühlt wird.
Leicht verderbliche Speisen sollten nicht länger als zwei Stunden ungekühlt stehen, bei großer Hitze über etwa 32 °C höchstens eine Stunde. Dabei zählt die gesamte Zeit außerhalb einer sicheren Kühlung beziehungsweise geeigneten Heißhaltung, nicht nur die Zeit nach dem letzten Bissen. Gib deshalb kleine Portionen zum Servieren heraus und halte Reserven gekühlt. Für eine sichere Heißhaltung müssen die Speisen durchgehend ausreichend heiß bleiben; ein ausgeschalteter Grill ist dafür nicht verlässlich.
Große Stücke in kleinere Portionen teilen
Teile große Fleischstücke und größere Mengen Beilagen in kleinere Portionen und flache Behälter, damit Wärme schneller entweichen kann. Stelle sie zügig in den Kühlschrank, statt auf vollständiges Abkühlen bei Raumtemperatur zu warten. Halte den Kühlschrank ausreichend kalt, idealerweise bei höchstens 5 °C, und beachte seine Kapazität. Mehrere kleine Behälter sind günstiger als eine tiefe, dicht gefüllte Schüssel.
Beschrifte Behälter mit Inhalt und Datum. Gegarte Reste sollten nach der BfR-Empfehlung innerhalb von zwei bis drei Tagen verbraucht werden. Wenn das nicht geplant ist, friere geeignete Portionen frühzeitig ein. Einfrieren setzt eine zuvor unsichere Lagerung nicht zurück. Bei zweifelhafter Standzeit oder unterbrochener Kühlung ist Entsorgen die sichere Wahl; Geruch und Aussehen sind kein zuverlässiger Test auf Krankheitserreger.
Nur die benötigte Menge erwärmen
Nimm zum Aufwärmen nur die Portion heraus, die tatsächlich gegessen wird. Erhitze gegarte Reste gründlich, sodass alle Stellen mindestens 70 °C für zwei Minuten erreichen. Rühre Beilagen bei Bedarf um und prüfe dicke oder ungleichmäßige Stücke an mehreren Stellen. Ein warmer Rand bedeutet nicht, dass die Mitte bereits ausreichend heiß ist.
Kalte Salate und Saucen bleiben bis kurz vor dem Essen im Kühlschrank. Vermische frisch zubereitete Zutaten nicht mit alten Resten, deren Lagerung unklar ist. Wiederholtes Herausstellen und erneutes Abkühlen erschwert die Kontrolle der Zeit und verschlechtert oft auch die Qualität. Eine kleine beschriftete Portion für den nächsten Tag ist deshalb meist sinnvoller als eine große gemischte Resteschüssel, die mehrfach über mehrere Tage auf den Tisch kommt.
Grillgeräte nur am dafür vorgesehenen Ort und nach Herstelleranleitung benutzen. Zeitangaben ersetzen keine Prüfung des Garzustands.



