Die Brust gleichmäßig vorbereiten

Vier kleinere Brustfilets lassen sich zuverlässiger grillen als zwei sehr große. Lege die Filets zwischen zwei Bögen Backpapier und gleiche nur das dicke Ende vorsichtig mit einem Fleischklopfer an. Etwa zwei Zentimeter Dicke sind ein sinnvoller Ausgangspunkt. Das dünne Ende nicht weiter flach drücken, sonst trocknet es aus, bevor die Mitte ausreichend erhitzt ist.

Die Marinade enthält bewusst wenig Zitronensaft. Langes Einlegen in viel Säure macht die Außenseite nicht saftiger, sondern kann sie weich und mehlig werden lassen. Die fein abgeriebene gelbe Schale bringt mehr Zitrusduft, ohne diesen Effekt zu verstärken. Weiße Schalenteile schmecken bitter und bleiben deshalb an der Frucht.

Kräuter erst am Ende auffrischen

Rosmarin verträgt die Hitze besser als fein gehackte Petersilie. Ein kleiner Teil der Petersilie kommt deshalb erst auf das fertige Hähnchen. Dazu passen ungesalzene Grillkartoffeln und ein knackiger Gurkensalat. Schneide die gegarten Filets schräg in breite Streifen; dünne Scheiben verlieren auf einer großen Servierplatte schneller Wärme und Feuchtigkeit.

Das Rezept

4 Portionen

Zutaten

  • 4 Hähnchenbrustfilets, zusammen 700 g
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 unbehandelte Zitrone: fein abgeriebene Schale und 1 EL Saft
  • 2 Knoblauchzehen, fein gerieben
  • 1 TL gehackter Rosmarin
  • 2 EL gehackte Petersilie, geteilt
  • 1 TL Salz
  • ½ TL schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Hähnchen nicht waschen. Filets auf etwa 2 cm Dicke angleichen. Öl, Zitronenschale, Saft, Knoblauch, Rosmarin, die Hälfte der Petersilie, Salz und Pfeffer verrühren. Fleisch darin abgedeckt 30–60 Minuten im Kühlschrank marinieren.
  2. Grill für mittlere direkte Hitze und eine indirekte Zone vorbereiten; den Rost vorheizen und reinigen. Überschüssige Marinade abstreifen und entsorgen. Rohes Fleisch und fertige Beilagen mit getrennten Geräten bearbeiten.
  3. Filets direkt etwa 4–5 Minuten je Seite anbräunen. Bei schneller Dunkelfärbung früher in die indirekte Zone legen. Mit geschlossenem Deckel fertig garen; die Zeit hängt von der Dicke ab.
  4. Mit einem sauberen Thermometer an der dicksten Stelle prüfen. Im Inneren mindestens 70 °C erreichen und diese Temperatur zwei Minuten halten. Mehrere Filets einzeln kontrollieren; Farbe und austretender Saft sind kein verlässlicher Sicherheitsnachweis.
  5. Auf einen sauberen Teller legen, fünf Minuten ruhen lassen und mit der übrigen Petersilie bestreuen. Erst dann aufschneiden.

Aufbewahren

Reste in flachen Behältern zügig kühlen, spätestens innerhalb von zwei Stunden; bei mehr als 32 °C Außentemperatur innerhalb einer Stunde. Bei höchstens 5 °C lagern und innerhalb von zwei bis drei Tagen essen. Beim Wiedererwärmen überall mindestens 70 °C für zwei Minuten erreichen. Rohfleischmarinade nicht als Sauce verwenden.

Grillgeräte nur am dafür vorgesehenen Ort und nach Herstelleranleitung benutzen. Zeitangaben ersetzen keine Prüfung des Garzustands.